Brasiliens BIP so gut wie zuletzt vor 17 Jahren

Die Daten zur Industrieproduktion im Dezember übertrafen mit einem Anstieg von 1,1 % gegenüber dem Vormonat erneut deutlich die Erwartungen (+0,3 %). Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Bergbau verzeichneten Zuwächse. Damit wuchs die Industrieproduktion im vierten Quartal saisonbereinigt um über 5 % gegenüber dem Vorquartal. Das ist die stärkste Steigerung seit 2020 und die Industrieproduktion liegt damit um etwa 2,5 % über dem Niveau vor der Pandemie. Das Leistungsbilanzdefizit betrug Ende 2023 1,3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), der niedrigste Stand seit sechs Jahren. Vor allem eine stark positive Handelsbilanz trug dazu bei, die mit 3,7 % des BIP 2023 so gut war wie zuletzt vor 17 Jahren. Weniger positiv war, dass die nachfragebedingte Kernrate der Verbraucherpreise im Jänner anstieg. Das sollte man aber nicht überbewerten, denn die Kerninflation insgesamt sank und auch die Inflationserwartungen gingen weiter nach unten. Allerdings ging auch die Arbeitslosigkeit zurück und der Arbeitsmarkt wirkt gut ausgelastet, was weitere Inflationsrückgänge schwieriger macht. Die Vertrauensindikatoren schließlich warteten im Februar mit gemischten Ergebnissen auf, wobei das Verbrauchervertrauen neuerlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Der Aktienmarkt in Sao Paolo gehörte noch zu den stärkeren in der Region, blieb mit +0,5 % aber dennoch deutlich hinter dem Schwellenländer-Durchschnitt (+4 %, beides auf Dollarbasis) zurück.

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